Barkas B1000 KB, Bj. 1979

Reparaturen/ Schrauberstunden an meinem Bus als verlinkte Berichte:

Korrosionsreparaturen Front und Technikrevision 10/ 2014

Korrosionsreparaturen Unterboden 03/ 2014

Radkasten und innere Achsaufnahme 12/ 2013

Saisonvorbereitung und Kotflügelreparatur Februar 2013

Winter- und Schwedenvorbereitung September 2012

Schwellerreparatur März 2012

Motorwechsel Ostern 2011

Achsreparatur Hinten Links 25.02- 01.03.2011

 Winterbasteln 27-29.12.2010

Radlagerwechsel

Achsreparatur Hinten Rechts

Scheibengummiwechsel

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Chroniken eines Oldtimers von barkasteam

Neben der Fahrzeugvorstellung hier am Anfang eine kleine künstlerische Einlage (Produktion: Highlighthunter Productions).

 

Hier handelt es sich um das Fahrzeug von Hannes.

Er ist Baujahr 1979 und hat im Jahre 2009 sein H- Kennzeichen bekommen. In meinen Bus haben wir so viel Arbeit, KnowHow und Liebe investiert, das ich ihn niemals wieder abgeben werde. Ich zeige Dir die weite Welt, mein kleiner großer Bus!

(hier in Norwegen, Nahe des Polarkreises am Gletscher Svartisen).


So haben wir ihn also gefunden. In einem Vorgarten in Falkensee im Herbst des Jahres 2003. Ein Bekannter von uns hatte uns den Tipp gegeben, dass sein Bruder noch einen „alten Barkas“ auf seinem Gartengrundstück zu stehen habe. Da wir uns bis dahin schon mit einem Framo beschäftigt haben, sollte also auch der Nachfolger Barkas in unsere kleine „Sammlung“ passen.


Nach kurzer Besichtigung wurde ein Abholtermin vereinbart, dass wir den Bus mit einem Trailer abholen konnten. Durch den vielen Regen aber hatten wir so unsere Schwierigkeiten, das gute Stück von der grundstückseigenen Wiese zu ziehen. Nachdem alle plattgestandenen Reifen aufgepumpt waren (man glaubt gar nicht, wieviel Luft in so ein Reifen passt, wenn man alles per Hand pumpt…), schafften wir 4 Jungs doch mit einiger Hilfe den Weg bis zum Trailer auf der Straße. Und dann ab nach Hause ;)- wie sagt man denn so schön? Erstmal Haben und ein Ende mit weg sein… *g*. Und ab diesem Tag an war der IFA- Virus aus mir und meinem Papa endgültig nicht mehr wegzudenken. Und er steckte bzw. steckt scheinbar auch noch weitere Leute an…

Wie gesagt, es war gar nicht so leicht. Ständig haben wir uns mit dem Opel festgefahren… weil die Wiese einfach zu viel Wasser gezogen hatte. Und dann kam noch die unflexible alte Bereifung und die ein oder andere festgegangene Radbremse dazu… nicht leicht fürs „Bergungsfahrzeug“ ;). An dieser Stelle noch ma ganz lieben Dank an unsere zusätzlichen Helfer Uwe und Sohn Robert. Danke.

Endlich auf der Ladefläche. Nur noch alles sichern und verzurren und dann ab Richtung Heimat. Unglaublich wie oft wir schon irgendwelche Fahrzeuge auf einem Anhänger hin- und hergefahren haben… man hätte wirklich mal eine Statistik erheben sollen^^.

Und so als Feuchtbiotop getarnt schauten wir das erste mal ins Cockpit von unserem großen Blauen. Nun ja, auch wenn man es nicht auf den ersten Blick sieht- es war wirklich sehr viel Arbeit an dem Fahrzeug. Das Beste war ja, dass das Fahrzeug mehrere Jahre sein Dasein als Gartenlaube/ Gerümpelbude auf dem Gartengrundstück führte, dabei aber noch mit der zuvor eingebauten Campingausstattung (Matratze, Holz) aufgerüstet war. Diese stellte natürlich einen riesen Feichtigkeitsspeicher dar… Sehr interessant war auch die verlegte „Elektrik“ für Beleuchtung u.Ä.- die Kabelenden waren einfach lose verrödelt und lagen so unter dem Teppich direkt auf dem Fahrzeugboden. Na ja, Kurzschlusssicherheit schien nicht so wichtig zu sein. Man hat ja Feuerlöscher dabei.

Mitten im Winter musste ich natürlich schon loslegen. Da wir als ganz kleines BARKASteam damals noch in den absoluten Kinderschuhen steckten gabs natürlich auch keine Halle oder kein großes Schleppdach. Also parkte das Fahrzeug zunächst noch unter freiem Himmel und drinnen heizten wir mit elektrischem Heizlüfter *gg*. Aber es funktionierte. So kam erstmal das ganze Geraffel aus dem Fahrzeug.

An und für sich war das mit der ganzen „Innenausstattung“ ja gar nicht mal so schlecht gedacht. Es gab eine Art kleine Küche, kleine Fächer, Schlafplatz und „Multimediastation“ über der Batterie. Aber die Umsetzung war vielleicht etwas rauh.


Und wenn man dann schonmal beim Entkernen des Busses war, entdeckte man so nach und nach dann auch alle möglichen Schadstellen am guten sozialistischem Blech. Aber nun ja, mit seiner umlaufenden Regenleiste war der Barkas in diesem Bereich wahrscheinlich eh immer sehr anfällig. Und in solchen Fällen, also wenn es nicht unbedingt tragende Fahrzeugteile sind, konnten wir auch viel mit dem Wundermittel GFK (GlasFaserKunststoff) machen.

Wie gesagt- mangels Möglichkeiten machten wir damals viel unter freiem Himmel. Und das war gar nicht mal so einfach…

Sehr schön sieht man hier die ganze Feuchtigkeit im Fahrzeug. Deswegen kam auch alles raus, was da so als Feuchtigkeitsspeicher dienen konnte. Der alte Originalhimmel war eh nicht mehr zu retten- alles ergraut und voller Schimmelflecken. So. Das waren somit die ersten Arbeiten, die ich/ wir an dem Bus so gemacht hatten. Da es aber erst Ende Dezember 2003 war, wollten wir das Fahrzeug den (kommenden) Winter über aber nicht nur draussen lassen. Also kam das gute Stück zu meiner Oma nach Seddin, in die große Scheune. Hier konnte er wunderbar überwintern und stand zunächst erstmal trocken.

Das ganze bedarf auch noch einiger Aufräumarbeiten, weil die Scheune ja natürlich auch noch anderen Zwecken diente ;). Was man definitiv erstmal üben muss, ist das Rangieren mit der Zug-/ Abschleppstange. Das „Schieben“ mit diesem Werkzeug ist nicht so einfach, schon gar nich wenn man viel rangieren muss und keinen Platz hat.

Gut, dass die schwedische Technik helfen kann^^. Aber mal im Ernst- wie fandet ihr die alte Farbe?! Ist zwar nicht die Originalfarbe gewesen (die war echtes Babyblau), sondern einfach nur übergepinselt. Ich fands zu dunkel.

Und auch wir brauchten und brauchen ab und an mal fremde Hilfe *gg*. Ein guter Freund half beim allerersten Mal der Zündeinstellung…

Im Frühjahr 2004 haben wir das Fahrzeug dann wieder zu uns nach Fichtenwalde geholt- hier gingen dann die Arbeiten sozusagen „OpenAir“ weiter.

Und es geht los. Schleifen, Schleifen, Schleifen…

Ich bin ja wirklich ausdauernd, aber irgendwann konnte auch ich diese blaue Farbe einfach nicht mehr sehen.

Das mit dem Bearbeiten des Daches war gar nicht so einfach gewesen. Vorallem diese riesen Fläche… die merkt man dann schon nach ein paar Stunden Schleifarbeiten^^. Ich glaube, das nächste mal werden wir alles nur noch mit dem Sandstrahler machen.

Naaa, welcher Schlüssel passt denn?! Die Klappe war aber leider leer, die Heizung mussten wir uns von wo anders besorgen. Komisch eigentlich, zumal der Bus ja bis zuletzt als Camper genutzt wurde… gerade da ist doch eine Zusatzheizung praktikabel, oder?!

Keine Angst, wir haben natürlich auch jeden Abend alles aufgeräumt. Ich hab nur ordenlich gestaunt, wie schnell die zwei Wochen Ferien damals vorbei waren… ich/ wir haben wirklich jeden Tag nur gebaut, geschliffen und gespachtelt. Damals haben wir eben die allerersten Erfahrungen gesammelt.

Bis auf die Achsen und einige kritische Stellen war das ganze Blech eigentlich in einem recht guten Zustand. Nur einige Schrauben, z.B. die der Türscharniere, waren von den Hohlräumen innen verrostet und dann konnte man sie nicht mehr herausdrehen. Also musste Helmut (damals hatten wir ja noch keine eigene Technik) auf die einzelnen Schrauben überall eine Mutter aufschweißen und dann konnte man sie mit Gefühl doch noch herauszirkeln. Mit solchen Sachen kann man sich ohne Ausrüstung und vorallem auch Erfahrung wirklich die Karten legen.

Sieht schon manchmal lustig aus, so ein blankes Heck ohne alles^^.

Die innere Dachkantenfalz mussten wir schon damals sandstrahlen- anders kam man in den Knick nicht hinein. Und war leider reichlich Korrosion… einen wirklich großen Nachteil hat die ganze Strahlerei aber: irgendwo muss der Sand ja bleiben. Und das tut er sehr gut in den Hohlräumen. Dort bekommt man den dann nämlich nur noch sehr schwer wieder raus… und damit ist er für später ein Feuchtigkeitsspeicher. Na toll. Dann also doch lieber alles nur Schleifen?!

Solche Stellen hat man dann auch entdeckt, als wir den Himmel entfernt hatten. Da stand dann eben von innen oben die Feuchtigkeit. Und tat dann ihr übriges…

Als wir mit den Arbeiten dann bei uns langsam fertig waren und mit eigenen Mitteln nicht mehr weitergekommen sind, mussten wir uns an Helmut wenden. Hier ging es dann auch langsam los mit der Achsschweißerei und der Unterbodenaufarbeitung.

Dazu musste natürlich alles wieder verladen, gesichert und verzurrt werden. Wie immer, das alte Spiel. Aber glücklich schauen wir schon mal aus, zwischendurch^^.

„Oh, oh…“- das werden so einige Leute dieser Tage gedacht haben. Aber… wenn der Vater mit dem Sohne… na ihr wisst ja ;).

Machst Du das auch ja richtig ;)? Mein Papa hat es immer wirklich gut verstanden, die losen Enden die beim Ratschen übrig bleiben um alles mögliche zu wickeln und zu knoten, was noch irgendwie als Befestigung taugt. Und dann das alles wieder abfummeln… und wenn es zwischendurch geregnet hat, dann war das noch besser^^.

Also das ist wirklich eine saumäßige Arbeit. Den ganzen alten Kram abkratzen… aber dann sieht man wenigstens alle Schadstellen. Die letzte Unterbodenkonservierung muss jedenfalls schon ein bisschen her sein *gg*…

Und hier mein Dad mit unserem Lieblingsmeister Helmut. Er hat uns viel gezeigt und mit noch mehr Rat und Tat zur Seite gestanden. Für soviel Fürsorge für uns Verrückte kann man sich gar nicht bedanken… auch ein ganz Dickes Lob an Brita, die uns ständig mit der richtigen Tasse Kaffe und dem richtigen Stück Kuchen bei Laune gehalten hat ;-).

„Schau mal. Die Schrauben des Vorschalldämpfers musst Du mit viel Gefühl anziehen, dass ist eine Kugeldichtung…“- so oder so ähnlich brachte uns Helmut Stück für Stück alles bei.

Na so langsam wird doch das untere Blech auch sauber, oder?! Hier sind die Reparaturstellen schön zu sehen. Punkt an Punkt und die Naht hält doch!

Bei der Gelegenheit haben wir die „obere Seite“ des Unterbodens auch gleich mitkonserviert. Diese Konservierung ist im Gegenzug zu der unter dem Fahrzeug aber überlackierbar.

Schon einmal streicheln^^- es geht mit großen Schritten vorwärts und dem Traum entgegen. Unser erstes Fahrzeug!! Ich liebe meinen Bus.


Andere sicherheitsrelevante Bauteile, wie die Achs- und Stoßdämpferaufhängungen, mussten natürlich „richtig“ repariert werden. So war also viel zu Schneiden, Schweißen, Klempnern… hier half unser Helmut unermüdlich mit seiner Werkstatt, Erfahrung und KnowHow. Das Problem ist dabei aber (wie wir später wirklich feststellen mussten…) die Sache mit dem einmal vom Rost befallenem Blech. Man kann sich das vorstellen wie ein Pilz- man sieht immer nur den Fruchtkörper an der Oberfläche. Das riesige Wurzelnetz aber bleibt im Dunkeln. Und so ists auch mit den Roststellen- wenn dieser erst einmal richtig drin ist, so muss man wirklich sehr tief im Gesunden rausschneiden- oder eben alle Nase lang die Bauteile erneuern/ nachschweissen.

Und in der Zwischenzeit, wenn wir also am „Großen“ nicht weitermachen konnten, begnügten wir uns mit dem „Kleinen“. Wir versuchten natürlich so viel wie möglich an Vorarbeiten für die letztliche Lackierung selbst zu machen. Aber man beachte- erst alles mit den Lackieren absprechen, damit die dann auch wissen, was los ist (eingesetzte Materialien- Kunstharze, Füller, Spachtelmassen…). Am Besten ist vielleicht, die meisten transportablen Teile einfach Sandstrahlen zu lassen und dann komplett in einem Aufbau in der Lackiererei bearbeiten zu lassen. Ich denke, damit erspart man sich den meisten Ärger und „Ungereimtheiten“ zwischen den einzelnen Lackaufbauschichten.

Die Werkstatt ist einfach viel zu klein. Keinen Platz für so große Transportertüren.

Wir wollen schleifen, schleifen, schleifen…

Profilierte Teile sind wirklich die, die sich am schlechtesten bearbeiten lassen. Aber auch die stabilsten^^. Ich muss auch wirklich mal sagen- zwischenzeitlich mussten wir uns auch schon ganzschön motivieren. Wir haben nur noch Einzelteile gesehen… hier eine Tür, da eine Standheizung, hier unendlich viele Schrauben… es war unglaublich.

Am besten ist wirklich eine große Halle und viel, viel Platz. Aber wir wussten damals ja auch noch nicht, dass uns dieses Hobby so sehr fasziniert, dass es wirklich zu einer Passion wird. Aber erst die Erfahrung mit der ganzen Zeit und die Ausrüstung, die man sich aus der Erfahrung heraus zulegt, machen einem die Arbeiten später einfacher. Obwohl die sprichwörtliche „Erfahrung“ und „Ahnung“ bei solchen Projekten wirklich das Wichtigste ist. Es nützt einem die beste Werkstatt und das beste Werkzeug auch nicht viel, wenn man von der Herangehensweise keinen Schimmer hat. „Guter Rat“ ist eben nicht umsonst immer teuer… und es gibt nicht viele Leute, die es einem wirklich zeigen und beibringen wenn sie es können.




Und damits bei den zukünftigen Fahrten auch den Fahrgästen nicht zu kühl wird: die Generalüberholung der Standheizung. Natürlich haben wie alle kleineren Teile, wie z.B. die abgebildete Standheizung, Tank, Sitzgestänge etc. alles selbst lackiert. Hier sind die Lackierfehler eher zu verzeihen als irgendwo auf den großen Außenflächen. Zumal man solche großen Flächen unter normalen Hobby- Werkstatt- Schleppdach- Bedingungen wahrscheinlich eh nie wirklich staubfrei und komplett gut beleuchtet hinbekommt. Also- Kleinteile würde ich auf alle Fälle immer wieder selbst bearbeiten und lackieren, die großen Bauteile/ Sichtflächen auf gar keinen Fall. Das ist ja schließlich nicht umsonst ein eigener Beruf^^. Schon allein sich die ganzen Sachen mit den vielen Kunststoffen, Verbindungen und Mischbarkeiten anzueignen erfordert schon eine solide Grundkenntnis der auf dem Markt angebotenen Artikeln. Und wer hat das als Laie schon?!

Und hier mal in Langen, der ersten „Barkas-Heimat“ nach Fichtenwalde. Hier hatten alle Fahrzeuge des damals noch nicht wirklich existierenden BARKAStemas zunächst ersteinmal ein Zuhause. Irgendwann kam dann ja die Halle in Frankendorf, dann durften einige der Schätzchen auch schon im Eigenheim schlafen.

Nicht wundern- die Hinterachsen sind vom Framo^^- die passen beim Barkas nicht. So ganz langsam ist der gute auch lackierfertig. Bis hierhin steckt ja auch schon unendlich viel Arbeit drin.

Wie sagt man? „Der Laie staunt und der Fachmann wunder sich…“


Und nun seit ihr doch bestimmt alle gesoannt, was genau als nächstes passiert, was?! Aber es werden keine RAL- Codes verraten, das ist ein BARKASteam- Patent !!!

Mal ganz ohne Worte. Ist das nicht eine fanstastische Farbe auf einem noch fantastischeren Auto?


 

 

Schlage, kleines Zweitaktherz! Hier ein Blick auf die schon funktionstüchtige Maschine. Aber es ist trotzdem noch nicht alles fertig… Die gesamte Antriebstechnik haben wir zunächst eigentlich fast komplett so gelassen. Gut, wir haben die Kopfdichtung in Schuss gebracht, Keilriemen und Zündung gewechselt- aber vom Grund her ist alles noch so vom Vorbesitzer geblieben. Erst viele tausende Kilometer später ging ein Lager der Kurbelwelle fest. Nun stand also erst ein Motorwechsel an. Und nochmal tausende Kilometer später ging das Kegelrad des Differenzials vom Getriebe kaputt- ein Zahn brach aus. Aber auch dieses Getriebe tat noch sehr lange seinen Dienst und wartet jetzt nur auf Regenerierung ;-)! Man sieht also, es muss nicht immer gleich alles neu gemacht werden. Manchmal/ oft reicht auch einfach eine Überholung bzw. Instandsetzung erstmal völlig aus. Natürlich abhängig vom Ausgangszustand!


Bis wir einen solch schönen Anblick erleben durften, haben wir so einiges an Mühe und Zeit investiert. Man ist wirklich schon ein wenig gerührt, wenn man dann davor steht und sich sein Werk einfach nur anschaut. Toll. Und in diesem Fall ist mein Bus ja auch unser erstes wirklich allein durchgesetztes Projekt. Und wirklich, wir haben viel Liebe und Leidenschaft investiert.

Und endlich, endlich sieht man ein paar Ergebnisse. Aber es sind soooo viele Einzelteile… aber es geht vorwärts! Fast jedes Wochenende wird und wurde irgendwas am Barkas gemacht- auch wenn es nur Kleinteile waren. Da dies unser erster kompletter Neuaufbau war und wir auch keine Erfahrung hatten- man sollte sich auf jeden Fall einen Schlachtplan zurechtlegen, an welchen Baugruppen man wann arbeitet. Das erleichtert Vieles. Es ist aber auch wirklich erstaunlich, was mir in der ganzen Zeit aufgefallen ist. So wirklich fertig ist man eigentlich nie, zumindest nicht, wenn das Fahrzeug auch hin und wieder mal ein bisschen fährt und nicht nur zu musealen Zwecken existiert. Da ist hier nachzulackieren, dann die eine Dichtung zu wechseln, Zündung neu einzustellen, UBS machen, Hohlräume konservieren… so viele Kleinigkeiten, die einen stets auf Trapp halten ;)- aber das ist auch gut so.

 


Na wer sagts denn- nun ist er straßentüchtig. Und blinzelt schonmal ganz fleißig ;-). Auf viele, viele tausende Kilometer- wir haben ihn im neuen Glanz erstrahlen lassen.

 

Ganz besonderer Dank gilt:

Meinem Vater und Doreen. Die Unterstützung, die ich von meinem Papa bei diesem ganzen Projekt bekommen habe ist wohl einmalig und wohl sicherlich auch eine Geschichte für sich. Und was mich wirklich ganz besonders freut- im Dezember 2003 haben wir das Projekt in die Hand genommen. Und wirklich, genau drei Jahre später- an meinem 18. Geburtstag, dem 16.12.2006 habe ich das fertige Fahrzeug überreicht bekommen.

Vielleicht noch eine kleine Anmerkung dazu: an diesem besagten Tage hatte ich auch meine Führerscheinprüfung. Bestanden. Und im Anschluss, mein Fahrlehrer setzte mich dort ab, wollten wir alle zusammen in Michendorf im LaPalma etwas zu Mittag essen. Natürlich wurde mir erstmal gratuliert, wir sprachen ein bisschen und freuten uns über den neuen Führerschein^^. Mein Geschenk war eine schwarze Mappe. Ich machte die Schleife ab, schaute hinein. Ich sah ein paar Bilder vom Barkas- wo mein Papa und ich damals zusammen gearbeitet hatten, in Fichtenwalde, bei Helmut und in Langen. Dann blätterte ich weiter… und da gabs Bilder, die kannte ich noch nicht. Ich kannte auch den „Ist-Stand“ des Fahrzeuges nicht. Hm… wieder weitergeblättert dann ein Fahrzeugbrief. Eine Zulassung nebst Versicherung. Ich glaubte das alles nicht. Ich schaut zu meinem Papa neben mir- er hielt nur ein paar Schlüssel hoch. Meine Barkasschlüssel (!!). Auf meine Frage, mit welchem Fahrzeug er denn hier sei, nur ein Grinsen. Und ich sollte mit vor die Tür kommen. Und da stand er dann- mit einer großen Schleife stand er da. „Alles Gute zum Geburtstag…“, meinte mein Papa zu mir. Er hatte es wirklich geschafft- er hatte unser Projekt wirklich zum eigentlichen Traum-Termin beendet.

Ich weiss nicht, ob einer dieses Gefühl verstehen kann. Im Grunde ist mir das eigentlich auch egal, ob das jemand anderes nachvollziehen kann. Das, was dort mein Geschenk war, dass war nicht einfach nur ein Auto oder ein kleiner Traum. Nein, es war ein dreijähriges Vater- Sohn- Projekt, unschlagbar und einmalig. Wir haben es (größtenteils *smile*) wirklich zusammen gemacht und es ist auch fertig geworden.

Danke, mein Vater. Danke, wirklich- für Alles.