Eine Flagge fuer unser Hobby

Am 25.04.2010 haben wir es nun endlich geschafft, unsere eigene kleine Flagge das erste mal zu hissen. Die Idee zum Thema Flagge entstand eigentlich in der Saisonpause zwischen 2009 und 2010. Wir machen das nicht um irgendwie Werbung für irgendwas zu machen oder uns sonderlich repräsentiern zu müssen-nein, wir machen das einfach aus eigenem Antrieb und dem Spaß an der Sache. Das fängt bei der Idee an, geht über die Umsetzung (Bastelei, Layout, Wer-macht-Was und Wer-kennt-Wen) und hört beim Anschauen im Wind auf ;-)!

Also die Idee, wie die Flagge aussehen soll war eigentlich recht schnell geklärt. Lockeres Erscheinungsbild, freundliche Farbe und mittlere Größe bei einem recht haltbaren Material. Recherchen im Internet ergaben Kosten für die Realisierung unserer Vorstellungen von 60- 100 Euro pro Stück, also Standardversion mit 2 Ösen und selbst zu platzierender Grafik und so weiter. Allerdings konnte die Druckerei unseres Vertrauens in der Fontanestadt Neuruppin uns ebenfals einen guten Preis machen und die Flagge nach ordentlicher Fachsimpelei und Überlegerei nach unseren Vorstellungen drucken.

Gut. Wäre die „Software“ also geklärt. Das war, zumindest die Umsetzung davon, Horst seine Aufgabe. Klappte auch alle super und dauerte letztlich in der Fertigung nichtmal eine Woche. Lob an den (Be)Drucker. Die „Hardware“, also Mast und Fahrzeughalterung, war Hannes sein Part. Zunächst stand die Idee im Raum, irgendwie einen Mast aus dem Militärbereich zu zweckentfremden. Leicht sollte er sein, relativ hoch (5-6m) und irgendwie transportabel. Leider ließ sich dort nichts verwendnbares auftreiben. Aber kaum eine Minute bei ebay erbrachte auch schon die ersehnte Lösung: 50mm- Aluminium- Fahnenmast, 6,20m hoch, sehr leicht und in 4 gleichgroße Teile zerlegbar. Das gute Stück passt damit also auch in die Größendimensionen eines Barkas. 19,99€ kostet das edle, hohe Leichtmetall mit 9,99€ Versand exklusive. Gut. Nun hatten wir also die Flagge und den Mast. Aber wie soll man das auf dem Treffem letztlich befestigen? Also war die Kreativität gefragt, um eine Vorrichtung zu bauen, die

1. einiges an Windlast aufnehmen kann und

2. gewichts- und größenmäßig transportabel bleibt ;-)!

Originalzeichnung. Copyright by BARKASteam *smile*!

Man nehme einen angehenden MaschIng- Studenten, der von der Praxis natürlich wie immer überhaupt keine Ahnung hat und ein bisschen gleichschenkligen Winkelstahl… (40*40*5mm, insgesamt ungefähr 5m verbaut)

Hier schonmal etwas geordneter und größtenteils zugeschnitten (zumindest was den Grundrahmen betrifft). Nur mein Schweißtisch müsste ich irgendwann mal mit einer ordentlichen Stahlplatte beaufschalgen- sonst mag er die Wärme auf Dauer nicht^^.

Alles ordentlich vermessen, ausgewinkelt und so angeordnet, wie es auch bleiben soll. Und bevor irgendwer wieder Unordnung machen kann, alles ganz fix anpunkten und die letzten „Feineinstellungen“ vornehmen bevor es dann richtig losgeht ;-)!

Nun müsste eigentlich alles einigermaßen stimmen und an der richtigen Stelle sitzen. Nun kann die Schweißerei beginnen und das Schutzgas schon wieder weniger werden…

Die- natürlich DIN getreue- techische Zeichnung von Hannes (Keine Garantie auf Maßhaltigkeit und Fertigungstoleranzen). Aber nur so entstehen die Ideen^^. Aber so wie es dort zu sehen ist, wurde es auch realisiert. Größtenteils *g*.

Nun kann man nichts mehr nachrichten… oder nur mit viel Aufwand.

Und damit das gute Heidenauer- Profil nicht das ganze Oldtimer- Treffen- Wochenende auf den „spitzen“ dreieckigen Profilen verweilen muss, gibts eine „Auffahrplatte“, wo der Reifen dann drauf stehen darf.

M12- Muttern, hoffentlich fest genug mit dem Grundrahmen verschmolzen. Hier wird die Flaggen- Grundplatte draufgeschraubt.

Voir- là: Flügelmuttern selbst gemacht! Naja, die Bezeichnung „Flügel“ ist vielleicht etwas weit hergegriffen, zumal die mehr an einen Lutscher erinnern!

Und so sieht dann der „fertige“ Rohbau aus.Und für alle Korrosionsschützer: ja, der Anstrich ist mittlerweile auch schon drauf!

Schon einen Schritt weiter. Die „Steckhülse“ für den Alumast ist montiert und der Grundrahmen hier schonmal probeweise unterm Fahrzeug. Zu der Steckhülse muss Hannes noch ein ganz großes Dankeschön an Maddis Papa Bernd loswerden, der sich um dies seltene Rohr mit einem ’50er Innendruchmesser kümmerte. Wir brauchten eigentlich nur 400mm, aber es wurden dann doch 7,5m draus. Na, das reicht dann bestimmt noch für ein paar weitere Halterungen^^.

Und so soll es dann aussehen. Sofern die Erfahrung nicht noch Detailverbesserungen fordert^^. Wir werden sehen.

Hoffentlich reicht die Versteifung auch bei der Windlast, die auf einen solchen Mast wirken kann. Aber wie gesagt, Verstärkung ist nicht ausgeschlossen^^.

Noch einmal im Detail. Der Grundhalter ist nun ca. 16kg schwer geworden und die „Mastplatte“ ca. 4kg. Also kommen wir auf ein Gesamt- Ständer- Gewicht von ungefähr 20kg. Das ist, denke ich, noch okay. Vorallem bei dem, was es vielleicht manchmal aushalten muss^^.

Ach. Für solch einen Anblick lohnt sich doch jede Bastel- Stunde in der Werkstatt, oder? Schön, wenn man etwas selbst geschaffen/ aufgebaut hat.

… übrigens: die Patentanmeldung läuft schon 😉