2013 Transscandinavia- Deutschland. Schweden. Norwegen.

Die Größe. Die Weite. Die Stille. Unsere Transscandinavia 2013.

Wir sind von einer unserer bisher schon zahlreichen Nordlandreisen zurückgekehrt und möchten dazu einen kleinen Reisebereicht verfassen. Vielleicht können wir einen Teil unserer Begeisterung für diese wunderschönen Landstriche weitergeben.
Nun kann man sich fragen, was uns eigentlich antreibt, immer wieder in diese Region zu fahren. Ganz ehrlich? Es sind so viele kleine und große Sachen, die uns immer wieder faszinieren und motivieren, dass man es gar nicht aufschreiben kann. Wir wissen nur: wir haben einen Kompass, der immer nach Norden zeigt…
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Und was sollen wir sagen? Nach rund drei wunderschönen Wochen schwärmen wir wieder und sind vollkommen verliebt in diese grandiose Natur, diesen unglaublichen Landschaften und einem Licht, dass es so nirgendwo anders gibt. Man hat wirklich das Gefühl, durch den Genuss von Wasser, Fels und Wald endlich durchatmen zu können.
Wir wir diese Tour vorbereitet haben, kann man auf der „alten“ Vorbereitungsseite einsehen.

Ein paar Daten und Fakten.

Streckenlänge: 5690 km (Benzin: 680 l; Mischöl: 15 l)
Fährüberfahrten: 3 (2x Rostock <-> Trelleborg und 1x Bodo -> Moskenes)
nördlichster Punkt: 68°38` (auf der E 10, ein Stückchen westlich von Narvik)
höchster Punkt (m.ü.NN) mit KFZ: 1290 m (Parkplatz Glitterheimen, Jotunheimen Nationalpark)
höchster Punkt (m.ü.NN) per pedes: 2470 m (Glittertind, Jotunheimen Nationalpark)
Ersatzteile (benötigt/defekt): Türschloss Fahrerseite, Ersatzrad hinten, 2x Auspuffhalterung
Reisezeitraum: 14.07.2013- 04.08.2013 (exakt drei Wochen)

Danksagung

Horst: für die Hilfsbreitschaft und eventuellem Pannenservice aus Deutschland, Ausrüstungsmaterial (Kisten, Aggregat), Fährbuchung
Uwe: für die Absicherung des eventuellen Pannenservices (Urlaubszeit Horst)
Christian: für die Reisepartnerschaft, Koch (+Küchenzubehör), „Fahrer auf Zeit“, Guiding, T-Shirts und die schöne und unvergessliche Zeit in den drei Wochen (und viele weitere „Kleinigkeiten“)
Barkas: Platz, Charme, Spaß und Zuverlässigkeit (so langsam kennt er ja Skandinavien…)
Caterina und Anders: für die Übernachtungsmöglichkeit in Granudden
Reiseländer Schweden und Norwegen: für die Gastfreundschaft, die unvergesslichen Momente und Erlebnisse und einfach der schönen Zeit, die wir dort oben verleben durften
Unsere Reise startet an einem Sonntag  (14.07.2013), den wir ausschließlich zur Anreise nach Rostock (TT-Line, Rostock <-> Trelleborg) genutzt haben. Zu um 15:00 Uhr konnten wir dann endlich in unseren Urlaub mit der „Huckleberry Finn“ ablegen. Hannes war die gesamte Anreise noch etwas flau im Magen, weil sein großer Blauer eine Woche vorher auf der Pütnitz-Rückreise einige Probleme mit dem Kraftstoffsystem hatte. Und man kann sich ja nie wirklich sicher sein, auch jede Kleinigkeit gefunden zu haben… aber die Sorgen blieben unbegründet und der große Blaue tat seinen Dienst völlig klaglos.

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Und ab Trelleborg sind wir nun der guten „Route E6“ mit mehr oder weniger großen Umschweifungen treu geblieben. Die erste Nacht wurde mit einer reinen „Transitübernachtung“ auf einem schwedischen Parkplatz gebrückt.
Der zweite Tag wurde auch größtenteils als Anreisetag gezählt. So ging es die E 6 weiter nach Norden und bei Halden über die norwegisch-schwedische Grenze. Dabei war sehr interessant, dass die Grenze (die kannten wir vorher auch noch nicht) doch sehr überwacht wurde. Mit reichlich Absperrmöglichkeiten auf der Straße und einer Zwangsdurchführung durch eine Kontrollstation mit Zollbeamten. Na ja, Norwegen gehört eben nicht zur EU ;-). Von dort nahmen wir die 21 (und schließlich 125, 115, 175) als Alternative zur E 6. Vorbei an der ehemaligen Festung in der Nähe von Halden, von wo aus Norwegen gegen Schweden verteidigt wurde. Den Schriftstücken nach wurde diese Festung wohl niemals eingenommen… Noch mit einer kleinen Badepause bespickt ging unser zweiter Tag auf einem kleinen (und teuren) Campingplatz zu Ende.
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Den Tag darauf sind wir wieder zur E 6 zurückgekehrt und haben uns die Olympiahalle in Hamar angeschaut, Hamar selbst scheint sonst nicht so sehr spannend zu sein. Vielmehr haben wir noch nach einem Eisenbahnmuseum gesucht, das angeblich auf einer Halbinsel bei Hamar liegen sollte… Nachdem wir die ganze 212 bis nach Nes (und schließlich wieder zurück) gefahren sind, um zu erfahren, dass das Museum leider doch direkt in der Stadt Hamar ist, haben wir es aufgegeben. Die Anfahrt war im Reiseführer also sehr unpräzise beschrieben… Nun gut, als Ersatz haben wir uns die Stadt Lillehammer angeschaut. Sehr schönes Städtchen und durchaus für einen Stopp zu empfehlen. Hier gab es dann auch ein Museum für uns, das „Bilmuseum“ (Automuseum). Von alten Schlitten und Kutschen bis hin in die 80iger Jahre konnte man so manches Gefährt bestaunen. Sehr schön gemacht.
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Voll mit Eindrücken aus Lillehammer rief uns der weiter nördlich gelegene Rondane Nationalpark, wo wir späteren Abend nach einer sehr steigungsreichen Anfahrt an der Mysusaeter ankamen. Dort hatten wir einen schönen Stellplatz mit Dusche und Toilette in der nahegelegenen „Selbstbedienungshütte“. Dankeschön nochmal an die nette Norwegerin, die uns bei der Platzvermittlung behilflich war.
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Tags darauf fuhren wir direkt bis an die Nationalparkgrenze heran und machten einen schönen Wanderausflug bis an die Rondvassbu mitten im Nationalpark. Hier hatten wir das erste Mal so richtiges Norwegenfeeling bei leichtem Wind und wunderschönem Blicken über die Weiten des Fjells.
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Mittags sind wir langsam und mühsam aus dem Rondane Nationalpark heruntergefahren. Mit der Wahl einer Nebenstrecke bis zur E 6 (um die „Kvitskriuprestene“ noch sehen zu können) haben der Bus und Hannes mit den doch sehr steilen Abfahrten und den warmen Trommelbremsen ganzschön zu tun gehabt. Aber mit einer Kühlpause zwischendurch und der Pause an dem beschriebenen Highlight wurde alles schadlos überstanden.
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Direkt in Otta ging es nun auf die 15 in Richtung Jotunheimen, dem nächsten norwegischen Nationalpark. Übersetzten kann man es mit dem „Reich der Riesen“- und damit ist es auch nicht zu knapp beschrieben. Die gesamte Hinfahrt bis zum Ziel „Glitterheim“ war wiedermal echt norwegisch (Steigungen, Steigungen, Steigungen) und mündete auf dem letzten Ende in eine 23 km lange Schotterpiste.
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Leider konnte man nicht direkt bis an Glitterheim ranfahren (Nationalparkgrenze), sondern musste sein Fahrzeug an einem „Vegbom“ ca. 6 km vorher stehenlassen. Und dort campierten wir auch bei gutem Wetter und reichlich Wind. Am 18.07.2013 war unser Bergsteigertag und wir machten eine Bergtour auf den zweithöchsten norwegischen Berg „Glittertind“. Bei unserer Vorbereitung konnten wir natürlich nicht recherchieren, dass man die Strecke bis zum eigentlichen Startpunkt der Wanderung (Glitterheimen) entweder zu Fuß oder mit einem mietbaren Fahrrad zurücklegen musste. Und natürlich war auch keine Entfernung ausgewiesen- man musste es sozusagen abschätzen, ob man sich den Anmarsch zum Wanderstartpunkt zu Fuß wagt oder nicht. Wir haben es Gott sei Dank mit dem Fahrrad gemacht (das aber auch „one way“ 75 NOK kostete…), denn der Weg zog sich noch ein ganzes Ende bis nach Glitterheim. Auf dem „Fußweg“ wären wir dort schon völlig am Ende gewesen!
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Bis auf 2470 m führten uns unsere Wanderschuhe an diesem Tag dann noch. Reichlich Wind (auf einigen Schneefeldern sogar so heftig, dass man fast nicht mehr vorankam) und sehr undurchsichtiger Nebel im Gipfelbereich erschwerten uns den Auf- und Abstieg. Und die eh schon schwierig auszumachenden norwegischen Wegkennzeichnungen (das rote T) hat man fast nicht mehr erkennen können. Der Gipfel letztlich war etwas spärlich gekennzeichnet- nur ein roter Holzpflock in den ewigen weißen Weiten der Schneekuppe. Wenigstens ein Hinweis „Hier!“ (oder so ähnlich) hätte schon ausgereicht, um die Gewissheit des Gipfelbestiegs zu erhöhen. Aber wir hatten es ja geschafft und konnten befriedigt wieder hinabklettern. Nach einem Kaffee in Glitterheim kamen wir dann ganzschön geschafft vom Tagwerk am Auto an. Und hier blieben wir diese Nacht dann auch wieder. An diesem Abend entschieden wir uns auch, unseren weiteren Tourverlauf etwas einzukürzen. Aus Zeit- und Weggründen wurden Trollstigen und Geiranger gestrichen.
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Nach einer sehr stürmischen zweiten Nacht auf dem Fjell des Jotunheimen ging es für uns am nächsten Morgen wieder fjellabwärts. Und wieder hatte Hannes die Sorgenfalten auf der Stirn, weil die steilen Abfahrten sich nicht so recht mit dem vollbeladenen großen Blauen arrangieren konnten. Man bräuchte eine zudosierbare Wasserkühlung an den Trommeln. Das wäre mal eine Innovation für steigungsreiche Gebiete bei Fahrzeugen mit dieser Bremsentechnologie! Zurück in Otta führte uns unser Weg weiter die E 6 nach Norden. Mit kleiner Kunstpause in Dombas (absoluter touristischer Verkehrsknotenpunkt) erklommen wir nun das Dovrefjell. Hier schauten wir uns den „botanischen Garten“ an. Das ist ein von der norwegisch technischen Universität Trondheim unterstütztes Projekt, um die Vielfalt an Pflanzen in den Fjellgebieten Norwegens dem Besucher zu präsentieren. Wirklich sehr schön gemachte Ausstellung, wo mit viel Mühe und Enthusiasmus die verschiedenen Pflanzen und deren Bezeichnung zusammengetragen wurden. Genau gegenüber ergab sich dann noch die Möglichkeit einer kleinen Wanderung durch das Dovrefjell.
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Nun aber verließen wir das Dovrefjell wieder und konnten unsere Tour an diesem Tag bis kurz vor Trondheim fortsetzen. Eine Übernachtungsmöglichkeit fanden wir 20 km vor Trondheim, direkt an einem Ufer des großen Trondheimsfjorden auf dem Campingplatz Oysandcamping. Sehr schöner (aber nicht unbedingt windgeschützter) Campinplatz, der einen einfachen Standard hat und durchaus bezahlbar ist. Hier spitze sich auch das Problem mit Hannes seiner Fahrertür zu, die konnte man von nun an weder von innen noch von außen öffnen. Das ausgebaute und begutachtete Türschloss ergab, dass der Betätigungshebel für die Entriegelung der Tür angerissen war. Nun gut, aber ein Türschloss nehmen selbst wir vom BARKASteam nicht als Ersatzteil mit. Da die Rezeption vom Campingplatz auch nicht mit einem Schweißgerät aushelfen konnte, wurde das ganze globetrottermäßig mit Kunstharz repariert. Nun wieder ausgeschlafen und mit zunächst voll funktionsfähigem Türschloss unterwegs, setzten wir nächsten Tag in das Stadtzentrum von Trondheim über. Hier machten wir nur eine kleine Stadtbesichtigung: Hafen, Bahnhof und die alte „Speicherstadt“ und einen Teil der Innenstadt. Das war dann erstmal genug der städtischen Eindrücke. Aber noch nicht ganz, zurück am Parkplatz sah unser linkes Hinterrad etwas luftleer aus. Wahrscheinlich hat die jotunheimische Schotterstrecke doch ein paar Spuren hinterlassen. Nach kurzer Schrauberpause ging die Tour nun auf der E6 weiter.
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Kurz vor Steinkjer haben wir sozusagen „on the road“ Stiklestad und Straumen angeschaut. Stiklestadt ist eine Art alte mittelalterliche Siedlung, die als Freilichtmuseum zu besichtigten ist. Nebenan ist die größte Freilichtbühne Norwegens, an der im Juli (also zu unserer Reisezeit) das größte Mittelalterspektakel Norwegens stattfindet. Wir haben einen Teil der Generalprobe miterleben dürfen und sahen neben mittelalterlichen Showeinlagen auch den ein oder anderen Ritter, entweder allein oder direkt im Gefecht mit anderen Schwertträgern. Sehr interessant. Straumen ist ein kleiner Ort, in dem eine kleine „Meerenge“ zu einem Fjord zu besichtigen ist. Dort pressen sich bei Gezeitenwechsel mehrere tausende Kubikmeter Wasser durch dieses Nadelöhr und man kann dann die starke Strömung sehr gut von einer Brücke beobachten.
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Ab Steinkjer fuhren wir die 763, eine Parallele zur E6. Absolut empfehlenswert, ist eine traumhaft schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Unseren Tag beendeten wir an der Sehenswürdigkeit Bolaristningen, wo neben einem Souvenirshop alte Steinmalerei und ein tosender Wasserfall zu besichtigen ist. Dort kann man für wenige Kronen auf dem schönen und urigen Parkplatz stehen. Hier wurde auch das erste Mal die mitgeführte Reisehängematte ausprobiert. Der Folgetag (21.07.2013) war für uns fast ein reiner Transittag. Weiter die E 6 machten wir nur einen Halt am Laksforsen und in Mosjoen. Der Laksforsen ist ein recht großer Wasserfall an einem der lachsreichsten Flüsse Norwegens. Hier kann man den Lachsanglern auf die Finger schauen und auch eine Tasse Kaffee im Restaurant konsumieren.
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Mosjoen hat einen sehr schönen und urnorwegischen Hafenstadtteil, der noch komplett auf Pfählen erbaut ist. Diese sogenannte Sjogata ist durch eine Bürgerinitiative erhalten geblieben und heute ein Mekka für Künstler und Kaffees. Unser Nachtlager fanden wir ein Stückchen weiter nördlich in Korgen, auf dem Campingplatz Korgen. Tolle Lage, viel Ruhe und bezahlbar. Er hat sich ein Sternchen in unserer Reisekarte verdient!
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In Korgen haben wir auch eine deutsche Auswanderin kennengelernt, die ein bisschen über Land und Leute sozusagen „aus erster Hand“ erzählt hat. Ihr Mann ist begeisterter Oldtimerfan und möchte auch unbedingt einen DDR-Oldtimer importieren. Mal schauen, ob wir als BARKASteam dort etwas unterstützen können ;-). Morgens ging es dann weiter nach Norden mit erstem Halt in Mo I Rana. Hier war aber nur die Touristinformation interressant, wo wir Abfahrzeiten von der Fähre zum Svartisen und Guidingzeiten der Setergrotte erfragen konnten. Da die nächste Fährabfahrzeit zum Svartisen noch für uns erreichbar schien, sind wir direkt nach Svartisdalen in den Svartisennationalpark hineingefahren. Und haben es natürlich geschafft ;). Mittlerweile kostet die Überfahrt 150,- NOK je Person. Vor gar nicht mal so langer Zeit es waren mal 75,- NOK je Person… Aber diese wunderschöne Tour an den Gletscher heran lohnt sich auf alle Fälle. An diesem Tag hatten wir auch bestes Sonnenwetter und konnten „oben“ am Eis wunderschöne Eindrücke erleben. Es hat schon etwas Gewaltiges, so nah am Gletscher zu stehen und das Gefühl der Eismassen auf sich wirken zu lassen. Abends wieder zurück mit der Fähre haben wir einen sonnigen Ausklang des Tages verlebt. Sogar mit kurzem Bad im Gletschersee… für sage und schreibe 5 Sekunden kann man es aushalten. Dann wird es doch ein bisschen kalt.
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Nach einer kalten Nacht standen wir am nächsten Tag (Dienstag, 23.07.2013) um Punkt 11:30 Uhr vor der Setergrotte, wo wir unbedingt die Tour mitmachen wollten. Und es ist wirklich so beeindruckend, wie man es auf den Prospekten lesen kann. Eine sehr abenteuerliche Tour durch das norwegische Gesteinsmassiv. Und wir haben sogar ein „Diplom“ erhalten, dass wir uns mit Mut und Unerschrockenheit in die Höhle gewagt haben ;).
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Im Anschluss ging es mit kurzem Zwischenstopp am Polarkreis (Polarkreiscenter auf dem Saltfjellet) die E 6 weiter nach Norden. Wir sind schließlich über die 812 (ist unbedingt als E 6-Nebenstrecke zu emfpehlen!!) bis nach Saltstraumen, also kurz vor Bodo gekommen. Im Reiseführer wird der Gezeitenwechsel an der Fjordenge dort es als die stärkste Gezeitenströmung der Welt bezeichnet. Und es war auch wirklich beeindruckend, wann man zu Tidenwechselspitzenzeiten das wild tosende Spektakel beobachtet hat. Und natürlich waren Heerscharen von Anglern unterwegs… uns eingeschlossen ;). Aber es ließ sich kein schwimmender Seebewohner von unseren Ködern überzeugen. Unser Campingplatz für diesen Abend war für das Angeln als auch für das Beobachten der Gezeitenströmung sehr gut gelegen und wir konnten das komplette „Saltstraumenfeeling“ ausleben. Das für uns dieser Ort bzw. Campingplatz aber doch eher Transitstation war als unbedingtes Highlight, war für viele überraschend. „Wie, seid ihr denn nicht extra wegen dem Saltstraumen hier?!“ So wurden wir abends zumindest befragt!
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Am nächsten Tag ging es bis nach Bodo und auf die Fähre „Bodo-Moskenes“ auf die Lofoten. In Bodo selbst haben wir uns die Stadt angeschaut und Nahrungsvorräte aufgefüllt (setzt man Menge und Preis ins Verhältnis, war das wohl der teuerste Einkauf aller Zeiten…). Um 15:00 Uhr ging es dann auf die Fähre zu einer wunderschönen sonnigen Überfahrt.
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Trotz des außergewöhnlich lauten Dieselstampfens sind wir sicher in Moskenes angekommen. Über Umwege sind wir diesen Abend auch auf dem dorfeigenen Campingplatz gelandet. Tolle Lage mit Blick bis auf das norwegische Festland. Und das alles bei bestem Wetter. Was aber gleich aufgefallen war, war die im Vergleich zum Festland unglaublich hohe Zahl von Wohnwagenfahrzeugen. Allein auf dem Platz hätte man vorne gleich ein Caravanverkaufsschild anhängen können…
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Unseren richtigen ersten Tag auf den Lofoten (26.07) verbrachten wir mit einer Angel- und Besichtigungstour in A, einer Wandertour durch die Lofotenberge (incl. matschnasser Füße) und verblieben letztlich auf einem Campingplatz an der Nordküste der Lofoten (Blickrichtung Mitternachtssonne). Bei dem Angelversuchen konnten wir direkt von den Klippen aus unseren Ködern präsentieren. Bis auf viele kleinere Köhler gab es auch einen gut für die Pfanne geeigneten Dorsch. Den konnten wir uns dann abends schmecken lassen. Die Wandertour war lofotentypisch schwer auszumachen und hatte es in sich- letztlich sind wir mit Turnschuhen sogar schon durch Flüsse gewatet weil eh alles nass war! Auf dem Campingplatz konnte man zwar leider nicht mehr die ständige Mitternachtssonne sehen, aber das Schauspiel von Sonnenlicht, Bergen und der seichten Bewölkung war sehr beeindruckend und von unserem Stellplatz sehr gut zu beobachten.
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An unserem zweiten Lofotentag besichtigten wir Nusfjord (eines der ältesten und besterhaltensten ehemaligen Fischerdörfer Norwegens), Ballsted (dort sind wir 2006 schon mal gewesen) und sind über Leknes schließlich bis zu dem Mitternachtsaussichtspunkt der Lofoten gekommen: Eggum. Auch hier hat sich Norwegen etwas verändert, denn statt der früher üblichen Maut für diesen Platz muss man nun die Maut und eine Pauschale von 100 NOK für die Übernachtung bezahlen. Na ja gut, es wird ja alles teurer… übrigens hatten wir an diesem Tag in Leknes für eine Cola (1,5 l) und 12 Eier immerhin 10 € bezahlt. Das ist in unseren Augen schon ein ordentlicher Preis. Aber die Aussicht und die grandiose Natur in und um Eggum hat mal wieder für die Preisniveaus entschädigt. Und da saßen wir nun an den Weiten des Nordmeers und genossen die Abendsonne, wie sie im Horizont versinkt…
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Nach der Nacht in Eggum ging es am nächsten Tag immer entlang der E10 Richtung Narvik. Zwischenstopp machten wir in einem der ältesten Fischerdörfer Norwegens, dem Örtchen Nusfjord. Leider (oder Gott sei Dank) ist der Ort selbst ein Museum und man muss 50 NOK für die Ortsbesichtigung auf den Tisch legen. Etwas später verschlug es uns nach Ballstedt, wo wir bereits auf der Nordkap(p)tour  2006 in einer Rorbuer Station gemacht hatten. Hier konnten wir zwei gemütliche Stunden angelnd auf der Mole verbringen. In Svolvaer, der „Hauptstadt“ der Lofoten haben wir uns die Füße auf dem Marktplatz vertreten und schauten uns das Kriegsmuseum in der Fiskegata an. Ist sehr zu empfehlen, Eintritt war bezahlbar und die ganze Ausstellung ist sehr informativ und doch authentisch aufgebaut. Und unsere Postkarten durften den Weg in die Heimat antreten ;-). Schließlich in Narvik angekommen, machten wir Pause und schauten uns die Stadt an. Leider konnten wir uns bis auf das Kriegsmuseum an unseren Halt 2006 an fast nichts mehr erinnern. Da es bereits Samstag war (27.07), war wieder (wie es scheinbar oft am Wochenende in skandinavischen Städten ist) fast gar nichts los. Man könnte denken, dass man durch eine Geisterstadt gewandert war. Narvik selbst ist im Zuge des Krieges damals fast komplett zerstört worden und wurde dementsprechend schnell und „praktisch“ wieder aufgebaut. Von Narvik aus ging es dann die E10 rüber in Richtung schwedischer Grenze. Die noch norwegische Seite der E10 ist reichlich mit Rast- und Parkplätzen ausgestattet. Also sollte man gut überlegen, ob man nicht seine Übernachtung diesseits der skandinavischen Ländereien plant. Die schwedische E10 führt schließlich durch sehr interessante lappländische Landschaft, aber Rastplätze gibt es eigentlich gar nicht. Und auch keine Nebenstraßen. Und die beiden Campingplätze die man nach unendlichen Kilometern erreicht, sind echte Geschmackssache. Ab „Stenbacken“ wird die Situation etwas entspannter und wir haben einen Rastplatz gefunden.
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Am Sonntag ging es schließlich weiter landeinwärts ins schwedische Lappland, zunächst in der Erzstadt Kiruna. Unserer Meinung nach ist die ganze Strecke bis Kiruna mit einer fantastischen Gegend ausgestattet, die dem Touristen aber mangels Camping- und Informationsplätzen überhaupt nicht zugänglich ist. Hier läge aus unserer Sicht enormes Potenzial! Kiruna ist als Industriestadt eigentlich ganz cool anzusehen, Luftiger Marktplatz, interessantes Rathaus und mächtige Erzindustrie! Hier sollen übrigens die stärksten Loks Europas im Einsatz seien. Sie bringen das Erz in den eisfreien Hafen ins norwegische Narvik. Die Strecke ist wohl so anspruchsvoll, dass die schwedische Eisenbahn sie nebenbei als Teststrecke führ ihre ganz normale inländische Eisenbahn nutzt. Aber auch hier in Kiruna war es mit dem Wochenende (Sonntag!) unglaublich ruhig. Wahrscheinlich sind alle skandinavischen Städter am Wochenende auf ihren Hütten… Aber in der Touristinformation konnten wir einige Informationen zum nächsten Halt ausarbeiten.
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So führte uns unser Weg weiter südwärts zum Mudden-Nationalpark. Auf den Prospekten und Karten viel zu unscheinbar dargestellt, entpuppte er sich als wahre Perle Lapplands. Wir unternahmen zwei Wanderungen- zu den Mudduswasserfällen  und dem Mudduscanyon. Beide Wanderungen einigermaßen Anspruchsvoll und die Wanderziele sehr lohnenswert. Vor allem der Canyon ist gigantisch und ein echtes Highlight. Und überall im ganzen Wandergebiet sind sehr gepflegte und schöne Rast-/Übernachtungsstellen. Sogar mit fertig gehacktem und getrocknetem Feuerholz! Wir waren begeistert. Nur leider erfährt man über diese tollen Möglichkeiten nirgendwo etwas. Man muss es einfach wissen. Aber: man sei wirklich gewarnt, sich im Sommer ohne Mückenabwehr in dieses Gebiet zu begeben. Der Legende nach heisst es, die Mückenplage im Lappland kann so schlimm werden, dass man einen Hut in die Luft hochwerfen kann, ohne dass er wieder herunterfällt. Und so ist es dort auch. Also liebe Reisende: denkt an die vielen Mittel gegen Mücken!
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Mittlerweile war es Montag und wir sind bis abends weiter südwärts gereist uns haben uns ein Stück abseits der großen Straßen an einem kleinen See niedergelassen. Was an Lapplands Nebenstraßen wirklich erstaunlich ist: es gibt fast keine anderen Verkehrsteilnehmer! Man fühlt sich zeitweise wirklich sehr allein in den großen Weiten der schwedischen Wildnis. An unserem Camp hielt abends aber noch ein Volvo, wo sich der Fahrer riesig gefreut hat einen Barkas zu sehen ;-). Er meinte, in Nordschweden gibt es wohl auch einige Einheimische, die dieses Auto fahren. Wir haben aber leider keinen gesehen…
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Dienstag (30.07) war für uns ein reiner Transittag und wir sind (das nun mal schlechte Wetter ausnutzend) die ganze Küstenstraße E4 von Skelleftea (vie Umea, Örnsköldsvik, Sundsvall bis kurz vor Gävle) mit Zwischenstopps hinuntergefahren. Die ganze Strecke ist aber recht langweilig und man sieht auch nicht wirklich einmal die Küste. Es ist fast durchweg mit einer zweispurigen deutschen Autobahn vergleichbar. Ab Söderhamn konnte man ein kleines (küstennäheres) altes Teilstück der E4 fahren, das wesentlich abwechslungsreicher war. Bei sehr schlechtem Wetter und schon weit hereingebrochener Dunkelheit haben wir uns bis zu einem Campingplatz bei Bönan vorgekämpft. Aber dieser hatte schon um 19:00 Uhr sein Bürgersteig hochgeklappt. Also haben wir uns in ein nahegelegenes Naturreservat (nächtliche, verregnete Schotterpiste) eingeparkt und dort genächtigt.
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Mittwoch Vormittag konnten wir von dort aus noch einen kleinen Spaziergang machen und schließlich bis nach Gävle hineinfahren. Hier war auch gerade Stadtfest. Bei bestem Wetter waren wir wirklich über diese schöne, kleine und quirlige Stadt erstaunt. Das Zentrum war beeindruckend. Unsere Stadtbesichtigung ließen wir mit einem Besuch im schwedischen Eisenbahnmuseum  „Järnvägsmuseum“ ausklingen. Sehr gelungene und detailreiche Ausstellung über die schwedische Schienengeschichte. Und es ist alles zum Anfassen und Hineinklettern! Für 100 Kronen kann und sollte man sich das durchaus leisten. Den Abend (wiedermal bei Regenwetter) nutzten wir für die Weiterfahrt bis vor die Tore Stockholms. Und wieder ging es über die E 4 südwärts. Man muss am besten eine Kanne Kaffee neben sich haben, die Strecke ist wirklich nicht aufregend. Nach schwieriger Sucherei haben wir dann doch 10 km vor der „Hauptstadt Skandinaviens“ einen Campingplatz bzw. eher einen Stadtcampingplatz „Rosjöbadens Camping“ gefunden. Einen wilden Stellplatz sucht man hier nämlich vergebens. Und man hat auch gleich gemerkt, dass man im Gebiet der Hauptstadt ist. Man kam nur über Legitimation durch Personalausweis auf den Platz, der auch noch kopiert wurde. Und für den Toilettengang brauchte man eine Chipkarte, um die Lokustür zu öffnen. Die Platzierung auf dem Platz erledigte ein akkubetriebenes Golfmobil. Na ja… wir waren etwas enttäuscht von diesem seltsamen Übernachtungsplatz. Am 01.08 (Donnerstag) hatten wir schließlich den ganzen Tag für Stockholm Zeit. Um nicht zu weit vom Schuss ab zu sein, parkten wir unseren Barkas im P-Hus für 70 SEK/timer, also ziemlich für 8 € die Stunde. Da hatten wir schon fast keine Lust mehr auf die große Stadt. Dennoch lohnt sich der Besuch sehr. Es ist eine unerwartet große, moderne und aufregende Stadt, die aber nach langen Woche der Wildnis auch etwas anstrengend und ermüdend sein kann. Wir schauten uns die moderne Touristen/ Einkaufsmeile Drottninggata, Tegnerlunden, A. Fredriks kyrka und den gesamten „oldtown“-Bereich (v.a. Västerlän –> die historische Einkaufsmeile) an. Dazu kamen noch zwei Highlights: der „Maria Hissen“ (ein Aussichtspunkt über die ganze Stadt) und natürlich das Königsschloss der schwedischen Königsfamilie (Kungliga Slottet) und deren Regierungsviertel. Für die nur ca. 8 Millionen Menschen in Schweden ist das ein sehr beeindruckendes Viertel und für uns auch ein wirklich bedeutender Augenblick gewesen. Toll.
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Bepackt mit vielen Erlebnissen sind wir die E 4 (nun vollkommen zur langweiligen Autobahn mutiert) weiter südwestwärts gefahren. Ziel war eine Übernachtungsmöglichkeit am Vätternsee, dem zweitgrößten See Schwedens. Nach 260 km haben wir uns dann etwas abseits der E 4 auf dem „Öninge Camping“-Platz niedergelassen. Sehr gepflegter Platz und freundlicher Service. Und man blickt beim Abendbrot auf einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Vätternsee.
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Unseren letzten richtigen Tag (02.08.) begann mit einem Bad in dem doch recht angenehm temperierten Vätternsee. Da wir einige Tage zuvor schon mit Caterina und Anders (die Vermieter unserer schwedischen Winterhütte) Kontakt aufgenommen hatten, konnten wir unseren letzten Nachmittag in der Hütte „Granudden“ bei Värnamo verbringen. So hatten wir eine schöne letzte Zeit beim Baden, Angeln, Sonnen und Grillen. Und die Entfernung bis zur Fährhafen Trelleborg war einigermaßen berechenbar, damit wir unsere Fähre am nächsten Tag auch erreichen konnten. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir dann am besagten nächsten Tag wieder nach Trelleborg zurück.
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Da es hier in Südschweden mittlerweile auch schon recht warm war, hatten wir bei einigen Steigungen schon unsere Mühe, die Temperatur von unserem großen Blauen im Grünen zu halten. Also mussten wir uns für die Sauna entscheiden und waren schließlich gut durchgeschwitzt und pünktlich zum Boarding angekommen. Die Überfahrt nach Rostock war wunderschön- Saunagang, Zeit zum Bilderschauen und einen traumhaften Sonnenuntergang kurz vor Rostock. Solche Farben müsste man wirklich in seinem Tuschkasten haben…
Tja. Und so schnell sind drei spannende und abenteuerreiche Wochen vorüber. Wir waren selbst erstaunt, wie schnell wiedermal die Zeit vergehen kann. Aber wir denken, wir haben eine sehr schöne Reise gemacht, viel gesehen und noch mehr Erfahrungen gesammelt (Fakten und Danksagung am Anfang des Berichts). Und wir stellen auch dieses Mal wieder fest: unser Barkas ist das beste und einzigartigste Reiseauto für Skandinavien. Und wie hieß es immer in der Käferwerbung? Er läuft und läuft und läuft…
Was wir von unserer Reise gelernt haben:
– niemals die Mückenmittelchen vergessen (Creme, Gage…)
– am besten ein „Informationsschild“ zu allen häufigen Fragen am Barkas anbringen (Leistung, Kühlung, Baujahr, Herkunft…)
– exclusive der An- und Abreise sollte man im Durchschnitt nicht mehr als 100 km/ Tag zurücklegen, sonst läuft man Gefahr an zu vielen Sachen vorbeizufahren bzw. zur Kurzweil zu neigen (und man beugt einem gewissen Konfliktpotenzial mit seinem Reisepartner vor) –> also: für Roadtrips penible Streckenplanung einräumen!
– das Kistenpacksystem ist unglaublich vorteilhaft
– die bis zum Schluss variable Buchung der Rückfahrfähre ist sehr gut geeignet, eventuellem Rückreisestress Einhalt zu gebieten (v.a. dann, wenn man von so weit aus dem Norden kommt und der zu erreichende Fährhafen mit jedem gefahrenem Kilometer eher ferner als näher rückt…)
– keine Reise mehr ohne einen zweiflammigen Gaskocher (bisher waren wir immer mit einflammigen Gasern bzw. Multifuelern unterwegs)
Wir bedanken uns bei allen, die uns für diese Reise geholfen, unterstützt und sie letztlich ermöglicht haben. Was uns noch bleibt: wir haben schon wieder eine Vision…
Alle in diesem Reisebericht geschilderten Meinungen/ Bewertungen sind unser persönlicher Eindruck bzw. unsere persönliche Erfahrung. Wir verfolgen nicht den Sinn, Irgendwen oder Irgendwas bewerten oder eventuell sogar negativ darstellen zu wollen. Sollte doch etwas nicht akzeptabel bzw. nicht in Ordnung sein, so trete man bitte mit uns über unser Kontaktformular in Kommunikation. Vielen Dank.

© Johannes Rüder (gilt für alle Bilder/Grafiken und Textpassagen!)