2011.09 Unterbodenreparatur (verlinkter Reparaturbericht)

Schneiden, Schrauben, Abkanten, Schweissen… das sind die Worte, die diese Aktion/ Reparatur beschreiben.
Die Meister: Stephan am Zuschnitt und an der Abkanbank; Hannes am Schweisser und bei der Schweissstellenvorbereitung; Uwe als Mann für alles Zwischendurch

Eines frühen Morgens- der 22.09, ein Donnerstag. Uwe’s neue Hebebühne kurz vor ihrem „richtigen“ ersten Einsatz. Leider sind die Abstände der Arme an den Säulen (noch) etwas barkasunfreundlich…

Also- erstmal alles schön einrichten und das Fahrzeug sicher auflegen. Und bloß nicht die Finger klemmen. Und dann gehts auch gleich mit der ersten „Untergund-Besichtigungstour“ los. Erstmal die schlimmsten Stellen sichten.

Und na klar- die typische Barkas-Krankheit. Die hinteren Achsaufnahmen. An dem Bolzen (ehemals ein M12x1,5) lässt sich mit einem geübten Auge schon eine Menge über den Zustand der Achsaufnahme erkennen.
Aber Hannes kennt ja mittlerweile keine Skrupel mehr, wenns um die Aufnahmen geht- lange beim Altmeister gelernt und nun kann er selbst ran.

Wie sagt man so schön? Möglichst tief im Gesunden rausschneiden. Leider ist das manchmal nur so einfach gesagt… wir haben alles nur mit der Flex rausgeschnitten. Am besten dazu macht sich für bestimmte Ecken sicherlich ein Schneidbrenner- man kommt durch die Radien der Flexscheiben einfach nicht in jede Ecke.

Und da wir es ja einigermaßen ordentlich machen wollen, schneiden wir natürlich auch von Innen den Boden auf, um die Achsteile auch von Innen verschweißen zu können. Ist zwar eine ganzschöne Arbeit, die sich aber später lohnt. Vorallem kommt man so zum Einpassen später viel besser an die Problemstellen ran.

Und da ist der faule Zahn. Sieht aber ehrlich gesagt noch besser aus, als wir eigentlich erwartet hatten. Stephan darf das nun alles auseinanderschneiden… weil wir die eigentliche halbrunde Achsaufnahme weiterverwenden wollen.

Da guckst Du, Stephan!? Ein Loch im Fußboden. Na hat man ja auch nicht so oft… und damit das auch nicht allzulange so bleibt, steht Stephan auch schon an Hannes seiner Abkantbank und versucht, seine ersten Blechteile in Form zu bringen.
Übrigens haben wir nach einigem Hin und Her für uns festgestellt, dass sich für den Barkas (bzw. dessen Untergrund) am besten 2mm-Blech eignet. Das ist etwas stärker als das Original und lässt sich auch bei einem etwas größerem Scheißpunkt gut verarbeiten.

Und schön die gestreckte Länge und die Biegeradien beachten! Und (mal wieder…) nicht die Finger klemmen.

Man muss um so ein Hutprofil zu kanten, doch schon ein paar Gedanken machen- das „Wie“ ist also gefragt! Bei solchen Sachen merkt man immer, was eigentlich mit „Know-How“ gemeint ist. Man kommt irgendwann immer wieder an einige Probleme, wo man nicht so richtig weiss, wie man es am besten macht.

Und es geht vorwärts. Das Blech für den Schweller ist fertig und schon eingeschweisst. Punkt an Punkt und Punkt an Punkt… Wir haben also ordentlich Punkte gesammelt^^….

Was wirklich erstaunlich ist, dass die Feuerwehr von Stephan so viele Schweissreparaturstellen am Untergrund hat. Kann eine Feuerwehr denn in ihrem Leben so viel erlebt haben um so viel geschweisst werden zu müssen? Wirklich jede Achsaufnahme ist mindestens schon einmal repariert worden, ganz zu schweigen von den Radkästen und den Einstiegen. Hm…

Ein Bild für die Götter. Ab und zu muss man mal ein paar Meter wegtreten, um wieder zu sehen, wofür man eigentlich Arbeitet^^. Sieht doch toll aus, oder? ein Barkas oben und einer unten *smile*.

So. Den Schweller haben wir noch um ein Seitenblech erweitert, dass gleich den defekten Radkasten repariert. Leider ist die untere Verkleidung des Schwellers nach aussen hin völlig kaputt… aus Mangel an Dengel-Fähigkeiten haben wir diese Stelle erstmal mit Polyester-Spachtel bearbeitet.

Nun geht es darum, den eigentlichen Träger (das schon erwähnte Hutprofil) einzupassen. Gar nicht mal so einfach, wenn man möglichst viel Überlappung haben will aber kein Platz hat…
Nur mal so als Nebenbeianmerkung: ein großer, schwerer Holzbock mit einem guten Schraubstock ist die beste „Outdoor“-Werkstatt die man sich vorstellen kann. Vorallem ist das Teil mobil. Geniale Idee!

Und nochmal ein Bild zum Träumen. Fast alle Schäfchen beisammen. Der große Ludwigsfelder im Hintergrund hat die Schirmherrschaft^^…

Hier sieht man nun schon den eingepassten und verschweissten Trägerteil. Langsam wir die Aufnahme wieder komplett. Jetzt muss „nur“ noch die halbrunde Achsaufnahme verschweisst werden. Normalerweise machen wir das vorher und passen alles zusamen mit dem Träger ein. Das ging aber aus Platzverhältnissen nicht… also andersrum, auch wenns schwieriger ist.

So viele Bilder von Unten machen ja auch mal Lust auf Oben^^… so sieht das ganze nun also vom Innenraum aus. Wir sind damit eigentlich ganz zufrieden. Jetzt fehlt nur noch die Farbe und der Korrosionsschutz.

Kaum ist man also mit einer Seite fertig, so geht es auf der anderen weiter. Auf genau der gegenüberliegenden Seite ist zwar nicht direkt die Aufnahme der Achse kaputt, dafür aber der Schweller. Um also die Aufnahme nicht wieder reparieren zu müssen, haben wir nur das Schwellerblech entfernt. Das ging aufgrund der zu geringen Schnitttiefe mit den kleinen Trennschleifern nur mit dem großen Gerät…

Stephan also in Aktion!

Und so sah es dann nach der Funkenflug-Aktion aus. Ein großes Loch. Wenn man bei solchen Gelegenheiten mal in den Schweller hineinschaut, so erkennt man ganz eindeutig, dass dieses Fahrzeug noch NIE eine Hohlraumkonservierung bekommen hat. War das früher bei den Einsatzfahrzeugen so üblich? Ich dachte, dass gerade die so gut gepflegt wurden wie es ging…

BARKAS, BARKAS, BARKAS… Uwe, langsam können wir Dein Grundstück in den BARKAS-Hof umbenennen^^… Ach ja. es ist schön, wenn man zusammen alles (oder vieles^^) vollbringen kann.

Nun schaut auf diesen Unterboden! Auf dem Unterboden und in den Hohlräumen stecken fast 10 Kilogramm Elaskon der neuesten Herstellung. Sieht doch aber ganz ordentlich aus, oder? Keine Angst, die dazugehörige Feld-Weg-Tour wurde auch noch gemacht^^…. Hier passt Stephan gerade noch den Achslagerdeckel an.

Alles bestens konserviert. Inklusive uns selbst.

Voir-lá: Das Ergebnis von vielen Stunden (!!!) Arbeit. Wir sind eigentlich ganz zufrieden. Ich hoffe Stephan, Du auch?!?!

Als großes Schlusswort denke ich Stephan, dass doch alles ganz gut gelaufen ist.
Ich hoffe, dass wir so bei der Instandsetzung Deiner Feuerwehr weiterkommen.
Uwe, in Stephans Namen- es sei Dir wirklich gedankt. Es ist eine enorme Arbeitserleichterung mit so einer Bühne zu arbeiten. Super.