2009 Hardangervidda-Tour

BARKAStour 2009- 03.08- 13.08 („Hardangervidda- Tour“)

 

Auch im Jahre 2009 führte es das BARKASteam wieder in eines der schönsten Reiseländer der Welt- Norwegen.

Diese Tour ist Hannes aber nur mit seinem Bus gefahren, weitere Fahrzeuge sind dieses Jahr nicht dabei gewesen.Dieser Urlaub war eigentlich auch eher eine spontane Sache.Eine Woche vor dem 03.08 wurde die Fähre bei ColorLine gebucht, hin und zurück für 149 Euro, inklusive eines KFZ’s und 5 Personen.Nach kurzer Vorbereitung am 02.08 nachmittags und abends (Auto beladen, betanken, Landkarten sortiert…) ging es dann am 03.08 in aller Frühe um 04:30 in Fichtenwalde los.


Mit viel Schlafsand in den Augen fuhr ich nach Beelitz um Maddi noch abzuholen und dann gings auch schon auf die A10, später A24 und immer weiter nach Norden.Auf den deutschen Straßen lief alles wunderbar, aber mitten in Dänemark auf der E39 standen (!) wir eine geschlagene Stunde im Stau.Aber zum Glück hatte Maddi für ausreichend Verpflegung gesorgt ;-)!

Nun gut, gegen 18:00 sind wir in Hirtshals gewesen, konnten uns noch ein bisschen die Bunker anschauen und sind zu um 21:00 zum Fährhafen, wo uns eine dreistündige Fährverspätung erwartete.


Am 04.08 sind wir endlich, endlich wieder in unserem geliebten Norwegen- leider erst morgens um 05:30. Na ja, also aus Kristiansand raus in Richtung Evje und 20km vor Evje noch ein bisschen geschlafen.


An diesem Tag wollten wir uns abends in Sand mit Wolfram und Matze treffen, zwei Freunde die schon eine Woche vor uns gefahren sind.Nach einem kurzen Frühstück fuhren wir also immer Richtung Norden, an Evje vorbei (mit kurzer Pause an den Raftingstellen natürlich^^),

schauten uns den Rejarsfossen an und fuhren ab Haukeli dann westwärts und irgendwann noch eine kleine Straße Richtung Sand/ Stavanger. Sehr eng und sehr abenteuerlich. Einfach nur toll.


Abends nach einigem Suchen trafen wir auch auf unsere zwei Freunde, die es sich an einem Lachsfluss kurz vor Sand gemütlich gemacht hatten.Nach einem gemütlichem Gespräch gings dann auch ans lang ersehnte Schlafen.Am nächsten Tag machten wir eine Tour zum Preikestolen, was dann auch den ganzen Tag füllte- leider ab Mittag mit regnerischem Wetter. Aber es war einfach nur toll.


Abends suchten wir uns dann an einer Nebenstraße zurück Richtung Haukeli einen kleinen Wildplatz an einem großen See, wo wir in der Dunkelheit noch Abendbrot genossen. Und es hörte auch zu regnen auf.

Am 05.08 in aller Frühe verabschiedeten wir dann Matze, er musste nach einigen letzten Bildern von der morgigen Nebelpracht am See, zurück nach Deutschland.Wir waren in unserem Auto nun also zu dritt- und fuhren weiter bis zur Europastraße, die wir erstmal in Richtung nach Haugesund passierten, dann aber auf eine kleine (!) steile Straße an das Wandergebiet Hardangervidda abzweigten. Dort führte es uns nach Reinsnos, eine kleine verstreute Ortschaft mitten in einer der urigsten Landschaften Norwegens- der Hardangervidda.


Berge, mehrere super Forellenseen und zwei riesige Wasserfälle. Hier angelten wir, wanderten und sammelten Pilze und Beeren.

Und kauften die bestens Eier, die wir jemals gegessen hatten- bei „Reinsnos- Egg“ (6 Eier, umgerechnet ungefähr 1,20 Euro). Den gesamten folgenden Tag verbrachten wir mit einer super tollen aber auch sehr anstrengenden Wandertour in die Wildnis Norwegens. Dabei verirrte sich eine riesige Forelle an Wolfram seine Fliegenangel.

Am 07.08 fuhren wir die kleine Straße wieder zur Zivilisation zurück und es führte uns natürlich wieder weiter nach Norden, bis über den Nordzipfel der Hardangervidda. Kurz vor Odda führte uns unsere Abenteuerlust auf einen sehr interessanten Wanderweg zu dem südlichsten Gletscher Europas- dem Folgefonna. Und wie es für Norwegen typisch ist, sind die Wege immer nur sehr dürftig gekennzeichnet und irgendwann hörte er dann auch ganz auf- und es hing nur noch ein Seil am Fels. Jaja, was im Norwegischen als Wandern bezeichnet wird, würde man bei uns in Deutschland schon als Klettersteig bezeichnen. Aber es hat sich gelohnt- ein unbeschreiblich schöner Pfad, ein super Gletscher und ganz viel Spaß.

Nach dem Gipfelbucheintrag gings dann zurück zum Auto und zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit- diesmal einem Campingplatz. Hier konnten wir am nächsten Morgen wenigstens ein Mal ein Boot für die Fjordangelei ergattern. Aber bis auf eine untermaßige Meerforelle verirrte sich nichts an unsere Angelhaken.

Wahrscheinlich war der Fjord, der Eidfjord, einfach schon zu weit im Landesinneren gelegen. An diesem Sonntag, dem 09.08.09 (nur so nebenbei: wahrscheinlich ein beliebter Tag für alle Heiratenden ^^) verließen wir um die Mittagszeit unseren Campingplatz und fuhren noch ein Stück weiter nach Norden, schauten uns in Eidfjord eine Galerie an und genossen ein Eis. Eidfjord hat aber als kleine Ortschaft auch wirklich eine Traumhafte lage- am Ende eines großen Fjordes umschlossen von einer sehr schroffen und wilden Bergwelt.

Hier, auf einem Parkplatz eines Einkaufsmarktes gesellte sich noch ein weiteres Oldtimerfahrzeug- ein VW T2- Bulli, Baujahr 1974 zu uns, ebenfalls mit einem „H“ am Kennzeichen.

An diesem Tag erreichten wir auch den nördlichsten Punkt für diese Tour (der allerdings ca. 10km vor Eidfjord lag) und fuhren dann im Norden auf der 7 östlich am Voeringfossen, dem bekanntesten Wasserfall Norwegens, bis nach Geilo, ab hier gings dann wieder südlich.

Kurz vor Dagali übernachteten wir dann. Doch wer gesellte sich am späteren Abend noch zu uns? Im dämmernden Licht der untergehenden norwegischen Sonne kam unser Oldtimer aus Eidfjord zu uns, bedankte sich für den netten Zettel den wir ihm an die Scheibe gehängt hatten und fragte nach Hilfe. Sein Auto läuft nicht mehr richtig. Und er selbst habe, trotz das er ganz allein reist, gar keine Ahnung. Na ja, wir saßen aber nur noch ein bisschen am Feuer und schauten uns am nächsten Morgen sein Auto an. Vermutlich kaputte Zündkerze, aber da er kein Ersatz mitführte und man eh an luftgekühlte VW- Motoren gar nicht rankommt zum Bauen und ich dazumal auch keine Teile vom Zweitakter verbauen kann, überließen wir ihm lieber dem ADAC. Trotzdem haben wir Dir gerne geholfen, Marc(k)us. Hoffe Du bist gut nach Hause gekommen. Unser Weg nach Süden führte uns über die 40 nach Bakko, Mael, nach Rjukan.


Von hier aus fuhren wir zum Ausgangspunkt des Wanderweges auf den Gausta- Toppen, mit 1883m der höchsten Erhebung des südlichen Norwegens.

Wir gingen erst sehr spät los, so gegen 16:00 und das alles auch noch bei nur mäßigem Wetter. Es ist ein nur sehr mäßig markierter Wanderweg, der größtenteils über Geröllwüste führt. Als wir so gegen 18:00 am Gipfel ankamen, konnten wir doch tatsächlich einen warmen Kaffee in einer „Fjellstua“ bekommen?! Na ja, jedenfalls muss das Personal sehr fit sein, jeden Tag diesen Weg hoch und runter zu laufen…! Leider war unser Blick vom Gipfel auf das Umland durch starken Nebel bzw. tiefe Wolken sehr eingeschränkt, aber durch einige Lichtblicke konnte man doch einiges Erhaschen.

Nach dem wir uns einige Male verlaufen hatten, waren wir dann irgendwann nach 20:00 wieder am Auto und fuhren erschöpft nur noch zu einer geeigneten Übernachtungsstelle.


Die war aber schwer zu finden. Ein ganzes Ende noch vor Dalen, was wir am nächsten Tag besichtigten, fanden wir einen Platz. Nun war unser letzter kompletter Tag angebrochen. Nach einer wirklich aufreibend und aufregend langen Talfahrt (zwischen 12 und 15 Prozent Gefälle) mit einigen „Bremspausen“, schauten wir uns das Dalen- Hotel in Dalen an, ein Hotel ausschließlich aus dem Baustoff Holz. Und in der örtlichen Touristinformation gab es einen kostenlosen Kaffee

Hier hielten wir uns nicht so lange auf und fuhren weiter, Richtung Straße „45“. Und nun fuhren wir eigentlich, mit einigen schönen Pausen und kurzen Bewegungstouren, bis nach Kristiansand zurück, wo wir uns im Campingführer eine Übernachtungsmöglichkeit ausgeschaut hatten. Also nach Kristiansand rein, 10 Kronen Maut bezahlt und dann nach Westen, entlang der Küstenstraße 456 bis kurz vor Sogne, wo der Campingplatz war. Dieser Platz war aber überfüllt, zu teuer und für unsere Verhältnisse zu perfekt. Wir also nach Kristiansand rein, wieder 10 Kronen Maut bezahlt und auf einem Stadtcampingplatz geschaut- genauso wie der erste. Na toll. Wir überlegten und entschlossen uns wieder aus Kristiansand raus zu fahren und an der Stelle zu nächtigen, wo wir auch ganz am Anfang waren. Dort genossen wir unser letztes Lagerfeuer und die letzte Nacht in unserem geliebten Norwegen. Am letzten morgigen Tag, den 12.08.09, bezahlten wir noch einmal die Maut nach Kristiansand hinein, schauten uns noch die Haupteinkaufsstraße an und begaben uns in den Fährhafen. Nach einiger Wartezeit und dem Boarding, ging es 16:30 mit der Fähre zurück bis nach Hirtshals.

Um 19:45 in Hirtshals angekommen, warteten 860km auf ihre Bewältigung- mit kurzer und eisiger Übernachtung an einem der letzten dänischen Raststellen, kurzen Stopps in Deutschland kamen wir am 13.08 zur späten Mittagszeit in Fichtenwalde an. Es war wieder eine wunderschöne Tour, mit dem Oldtimer durch das Nordland zu reisen ist einfach durch nichts zu toppen.


Dank gilt:


  • meinen Mitfahrern für die gute Gesellschaft und die schönen gemeinsamen Erlebnisse
  • Norwegen für seine Gastfreundschaft und landschaftlichen Einmaligkeit
  • meinem Vater, der freien KFZ Werkstatt Helmut Trautvetter und Autoservice Corbach (Martin) für die Hilfe bei einigen Vorbereitungen der Reise (Helmut half mit beim Wechsel der Zylinderkopfdichtung kurz vor der Tour, mit Martin habe ich meine Ansauganlage neu eingestellt und von ihm einen neuen Vergaser erhalten und meinem Vater für seelische und ersatzteiltechnische Unterstützung)
  • an meinen Bus für sein Platzangebot und Zuverlässigkeit 😉