Nachlaeufer

Neben der Fahrzeugvorstellung haben wir für diesen Hänger noch eine Unterseite angelegt:

Drehkranzinstandsetzung

***************************

Darf ich vorstellen? Nachläufer mein Name. Ich bin ein sehr seltener Anhänger, der nur in absoluten Kleinserien in der DDR gefertigt wurde. Es gab mich sowohl als PKW-Ausführung für den Barkas als auch als etwas stabilere und größere Variante für den LKW W50 oder G5 und weitere. Mein Geburtsort ist Michendorf.

Diese Hänger wurden, nach unserem Wissen, z.B. in Michendorf gebaut. Sollte jemand mehr Informationen zu diesem Anhängertyp besitzen, wäre es super, wenn er uns die ein oder andere Information übers Kontaktformular zukommen lassen könnte.

Dieser Hänger oder Nachläufer stand mehrere Jahre ungeachtet im Gebüsch verwachsen neben der Werkstatt unseres Vertrauens. Ende März gab es eine Vollabnahme und kurz darauf nun das Kennzeichen. Die gesamte elektrische Anlage hatte den gruseligsten Zustand am ganzen Hänger.


Mit diesem Sonderfahrzeug konnten sehr Lange Güter relativ problemlos transportiert werden. Das funktioniert aber nur, wenn man ein Zugfahrzeug mit Ladefläche hat. Auf diese Ladefläch wird dann der zweite Drehkranz verschraubt. Somit können Güter bis zu 12m Länge durch die Lande transportiert werden. Teilweise kann man vereinzelt auch heute noch einige Handwerker- Pritschen mit diesen Nachläufern sehen. Aber auch nur sehr vereinzelt.

Da sich der Aufwand eines Neuaufbaus bei dieser Art Hänger relativ einfach gestaltet und die Profile eh sehr zeitlos sind, hat Horst sich kurzerhand dazu entschieden, gleich alles komplett aufzuarbeiten. Hier steht das gute Stück nach weitgehender Demontage schon bei den Lackierern in Nackel auf dem Hof.


Das tolle ist, dass die Radnabe baugleich mit der vom Barkas ist. Somit ist die Felge und die Bereifung ebenfalls vom Karl-Marx-Städter.

Hier sieht man die frisch lackierten Zubehörteile. Felgen, Drehkränze, Auflager und Kleinteile. Natürtlich in den Barkasfarben ;-).


Und schon gehts an den Zusammenbau. Wichtig waren hier vorallem die neuen Verschraubungen, weil die alten durch die lange „Outdoorstandzeit“ wirklich einen miserablen Zustand hatten.

„Gaaaaaanz Laaaaaang“ dürfte wohl die passende Beschreibung für die Bilder des kompletten Hängers sein *smile*. Es ist schon wirklich eine Kuriosität. Aber sehr originell und im Falle des Falles bestimmt auch sehr nützlich. So muss man beim Holzmachen im Wald nur noch den kompletten Baum auf die drehkränze legen und kann in aller Ruhe zu Hause schneiden und hacken *gg*.

Sieht doch schon ganz ordentlich aus, oder?! Nur über das Winterreifenprofil kann man sich natürlich noch streiten^^.

So sieht dann also der eine Drehkranz auf dem Hänger aus. Der zweite, so ziemlich baugleich, wird dann auf die Ladefläche geschraubt.


Und hier sind nun auch schon die Holme montiert, die dann mit der Kette der Ladungssicherung dienen.

Man achte auf die Details. Selbst der Ring der Kette ist in taubenblau lackiert *smile*.

Nachdem das Nachläufer-Projekt ein bisschen geruht hatte, konnte im Frühjahr 2012 wieder ein ganzes stück weiter gemacht werden. Ein originales 80 km/h-Schild ist nun montiert und die Elektrik zumindest bis zur hinteren Verteilerdose ist schon überarbeitet worden.
Im April 2012 konnten Uwe und Hannes nun endlich die „Beladung“ für den Nachläufer das erste Mal montieren.

Diese Dekobeladung soll nur für die Treffen sein, damit man sehen kann, wie früher z.B. Telefonmasten o.ä. mit dem Barkas transportiert werden konnten. Für uns ist das ein sehr spannendes Projekt! Die Rohre bekommen natürlich noch Farbe und bleiben nicht so baustellenorange.

Das Auf- und Abladen ist allein natürlich fast unmöglich. Es ist eh angedacht, die drei Rohre als Paket zu verbinden, damit die Ladungssicherung auf den Drehkränzen auch etwas einfacher und sicherer wird. Beim Fahren im Kreisverkehr bzw. an schon etwas kleineren Kreuzungen muss man die Nachlaufachse schon im Auge behalten.
Über den weiteren Projektfortgang wird natürlich berichtet!
Um auch nochmal ein paar Bilder „on the road“ zu haben, hatte Uwe in seinem Bilderarchiv noch ein paar gefunden…