2011 August: Neues Innendesign

Was eigentlich nur ein Radio-Einbautest werden sollte, endete auf einmal in einem neuen Innendesign, ohne Radio.

Das Radio (RFT Stern Transit) war einfach zu groß für den Trabant. Die Höhe und die Breite passten zwar, aber die Tiefe nicht. Das Radio hatte ungefähr eine Tiefe von 200mm, in den Trabbi passt aber nur ein Radio mit der Höchsttiefe 120mm. Wirklich schade, weil es das einzige Ost-Radio war, was wir haben.
Nun heißt es also: Ausschau halten nach einem anderen Radio. Laut Internetrecherchen passen wohl RFT A 341 tournee und RFT A345 Blankenburg in den Trabant.

  

Nachdem ich meinen Trabbi innen komplett entkleidet hatte, um ihn nach defekten Stellen zu begutachten, zu säubern und zu reinigen, war mir irgendwie nach einer Veränderung.
Das DDR-braun musste einfach ein wenig minimiert werden.

  

Also habe ich Maß genommen, Notizen gemacht und ab in den Teppichladen. Dort gab es robusten Nadelvlies in anthrazit, genau das, was ich mir vorgestellt hatte.

Das Zuschneiden jedoch war extrem mühsam. Das dicke, robuste Flies ließ sich nur sehr schwer schneiden. Und da im Trabbi so einige Stellen sind, die ausgeschnitten werden müssen (Sitzschienen…), habe ich also eine ganze Weile zu tun gehabt.

Aber nach dem ersten Probeliegen und einigem Feinheitenausbessern, lag die Auslegware doch recht gut im Trabant.

  

Nun hieß es nur noch: Dämmflies, Sitzbank, Sitze und anthrazitfarbenes Amaturenbrett wieder einbauen, und die Inneneinrichtung vom Trabant erstrahlt in neuem Glanz.

 

Der Symmetrie wegen musste ich natürlich den Kofferraum auch noch umgestalten.
Mit dünnerer Auslegware, die sich viel besser schneiden ließ, ging das ganze wesentlich schneller. Vorlage auf die Auslegware, drumherum ausschneiden, in den Kofferraum einpassen, und fertig ist das gute Stück.

Jetz habe ich erstmal einen kleinen Teil an DDR-braun entfernt.
Später werde ich das ganze einen Profi machen lassen, der das genau nach der originalen Vorlage in gewünschter Farbe nachfertigt. Aber das hat noch Zeit.
Bis dahin ist die jetzige Lösung ein guter Übergang.

 

©Maddi